Übersetzungsauftrag vorbereiten
Ein gut vorbereiteter Übersetzungsauftrag erleichtert die Abstimmung und hilft, Rückfragen und Verzögerungen zu vermeiden. Entscheidend sind vollständige Ausgangsdateien, klare Angaben zum Verwendungszweck und passende sprachliche Referenzen.
Ausgangsdateien zusammenstellen
Stellen Sie möglichst die endgültige, bearbeitbare Fassung bereit, beispielsweise als Word-Datei, Excel-Tabelle oder exportierten Website-Text. Eine zusätzliche PDF-Datei kann zeigen, wie das fertige Dokument aussehen soll. Liegen nur Scans vor, achten Sie auf vollständige Seiten und gut lesbare Schrift.
Kennzeichnen Sie eindeutig, welche Inhalte übersetzt werden sollen. Dazu gehören gegebenenfalls Bildbeschriftungen, Tabellen, Fußnoten oder Kommentare. Benennen Sie Dateien mit Versionsstand und Datum. Teilen Sie spätere Änderungen ausdrücklich mit, damit keine veraltete Textfassung bearbeitet wird.
Sprachrichtung und Zielgruppe festlegen
Geben Sie Ausgangs- und Zielsprache an, etwa Deutsch ins Englische oder Englisch ins Deutsche. Bei englischen Zieltexten sollten Sie auch die gewünschte Sprachvariante nennen: beispielsweise britisches oder amerikanisches Englisch.
Beschreiben Sie außerdem, wer den Text liest und wofür er bestimmt ist. Eine Produktbeschreibung für Privatkunden braucht andere Formulierungen als eine technische Anleitung für Fachpersonal. Nennen Sie gewünschte Tonalität, Vorwissen der Leser und Veröffentlichungsmedium. Diese Angaben gehören auch zu den Hinweisen des BDÜ zur Beauftragung.
Liefertermin und Ausgabeformat vereinbaren
Nennen Sie einen konkreten Abgabetermin mit Datum und Uhrzeit, bei internationalen Projekten einschließlich Zeitzone. Planen Sie Zeit für Rückfragen, Prüfung und interne Freigabe ein.
Legen Sie fest, in welchem Dateiformat Sie die Übersetzung benötigen und ob Formatierung oder Layoutbearbeitung zum Auftrag gehören sollen. Benennen Sie eine erreichbare Ansprechperson für fachliche Fragen.
Terminologie und Referenzen bereitstellen
Hilfreich sind freigegebene frühere Übersetzungen, Produktunterlagen und eine Liste verbindlicher Fachbegriffe. Ein einfaches Glossar kann Ausgangsbegriff, gewünschte Übersetzung und eine kurze Erklärung enthalten. Markieren Sie auch Produktnamen oder Bezeichnungen, die unverändert bleiben sollen.
Für ergänzende Fachrecherchen bietet die Terminologiedatenbank der Europäischen Union IATE mehrsprachige Einträge. Prüfen Sie Begriffe stets im jeweiligen fachlichen Zusammenhang.
Beispiel für eine klare Anfrage
„Bitte übersetzen Sie die beigefügte deutsche Produktbeschreibung ins britische Englisch. Zielgruppe sind gewerbliche Einkäufer ohne technisches Spezialwissen. Gewünscht ist ein sachlicher, verständlicher Stil. Die verbindlichen Produktbegriffe stehen im beigefügten Glossar. Liefertermin: [Datum], [Uhrzeit und Zeitzone]; Ausgabe als bearbeitbare Word-Datei.“